Aktuell

Der bisherige Weg hat sich bewährt - gehen wir ihn weiter

Die «Trinkwasser-» und die «Pestizidinitiative» zielen auf die Landwirtschaft ab und vergessen den Rest. Die Landwirtschaft hat in unserem Land sehr wichtige, multifunktionale Aufgaben. Die Versorgungssicherheit mit gesunden Lebensmitteln sicherzustellen, ist nur eine davon. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, wie sie die Initiative verlangt, soll nun auch zur Landwirtschaft gehören. Dafür sind die Wasserversorgungen zuständig – und dabei soll es bleiben!

Nun soll der Einsatz von Pestiziden oder Antibiotika dadurch bestraft werden, dass die Bauern keine Direktzahlungen erhalten würden.

Um dem Versorgungsauftrag nachzukommen und wirtschaftlich zu arbeiten, baucht es eine gewisse Menge an Ertrag. Die Landwirte sind am meisten interessiert, natürliche und gesunde Lebensmittel zu produzieren und so wenig Hilfsmittel wie möglich einzusetzen. Dafür setzen sie sich tagtäglich ein.

Zusätzlich hat insbesondere die Landwirtschaft in den letzten Jahren einen grossen Beitrag zur Entwicklung und Erhaltung von Natur und Biodiversität geleistet. Die Ausgleichsflächen wurden vergrössert, mit neuen Technologien ein sehr gezielter und effizienter Einsatz von Hilfsmitteln gefördert und somit die Mengen laufend reduziert. Was von den Initianten nicht aufgezeigt wird, ist die Tatsache, dass sich die Siedlungsfläche seit Jahren ausdehnt und die Bevölkerungszahl stark steigt.

Vorzumachen, dass dies keinen Einfluss auf die Verschmutzung von Wasser und Natur habe, ist unglaubwürdig.

Wir wissen seit Jahren, dass gerade das Abwasser viel Antibiotika und Hormone von Menschen enthält, welche zum Teil in den Abwasserreinigungs-Anlagen (ARAS) nicht gefiltert werden können. Aber auch Pestizide werden privat eingesetzt, sogar in der Fassadenfarbe oder im Mückenspray – also auf der eigenen Haut. Nun so zu tun, dass alles bestens wäre, wenn nur die Bauern bestraft werden, ist falsch, unglaubwürdig und unfair.

Es braucht einen Wandel und Verbesserungen von allen. Die Initiativen bergen zusätzlich nicht abschätzbare Risiken, deshalb sollten die Initiativen abgelehnt werden.

Jetzt teilen:

Weitere Beiträge

02.05.2022

Kässelipolitik zum neuen Filmgesetz?

Um was es geht: Gegen die Revision des Filmgesetzes, auch bekannt als «Lex Netflix», wurde von den Jungfreisinnigen und weiteren Jungparteien das Referendum ergriffen. Die Revision verpflichtet Streamingdienste und private Fernsehsender 30% an europäischen Filmen anzubieten. Weiter besteht neu auch eine Meldepflicht für bezahlte Abrufe von Filmen, sowie die Abgabe von 4% der Bruttoeinnahmen an Schweizer Filmschaffende. Schweizer Fernsehsender müssen bereits seit 2007 4% ihrer Bruttoeinnahmen in das Schweizer Filmschaffen investieren. Nun wird diese Abgabe auch für nationale und internationale Streamingdienste sowie private Fernsehsender eingeführt.

Mehr erfahren
29.03.2022

Institut für Schweizer Wirtschaft an der Uni Luzern, unabhängig?

An der Kantonsratssession Luzern vom 22.03.2022 wurden Fragen zu der Unabhängigkeit des neu gegründeten An-Instituts gestellt. Der Anfragende war der Meinung: "Diese politische Einseitigkeit in der personellen Besetzung stellt dessen wissenschaftliche Objektivität und politische Unabhängigkeit stark in Frage. Schlechte Voraussetzungen, um den im eigenen Reglement formulierten Aufgaben «Förderung des Diskurses zwischen Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft» und «Forschung wird in wissenschaftlicher Unabhängigkeit durchgeführt» zu garantieren.

Mehr erfahren
10.12.2021

Klärung am Sempachersee

Die Hochwasser im Sommer 2021 haben beim Sempachersee weitaus länger angehalten als bei anderen Seen. Um ein solches Ausmass künftig zu verhindern, fordert FDP-Kantonsrätin Rosy Schmid (Hildisrieden) von der Regierung Antworten zur aktuellen Situation und mögliche Handlungsoptionen.

Mehr erfahren