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Hilfswerke und NGOs sollen Transparenz nicht nur fordern sondern auch vormachen

Auf Bundesebene fordern verschiedene Parlamentarier die Prüfung und Verbesserung der Transparenz von Hilfswerken und Nonprofitorganisationen (NGOs). Transparenz ist nicht nur wünschenswert sondern notwendig! Insbesondere, wenn Hilfswerke andere Organisationen und Unternehmen öffentlich an den Pranger stellen, sollten sie selbst belegen können, dass sie mindestens besser sind.

Darum habe ich den Jahresbericht des Fastenopfers angeschaut. Da wird ausgewiesen, dass bloss 60 % der Einnahmen (ca. 21 Mio.) an Projekte weitergeht. Interessant wäre zu wissen, wieviel von den 60 % dann tatsächlich bei den Hilfsbedürftigen ankommt, wieviel davon noch auf der Strecke bleibt und wie viel der eigene Apparat verschlingt. Hier scheinen es 40 % vorab zu sein. Ein recht grosser Batzen. Weiter habe ich gelesen, dass das Fastenopfer in seiner «Compliance and Safeguarding 2019» folgendes mitteilt: «Die seit 2015 bestehenden Antikorruptionsrichtlinien wurden in der zweiten Jahreshälfte überarbeitet und erweitert. Dabei wurden sie zu Richtlinien zur Prävention und Bekämpfung von Machtmissbrauch. Im Dezember 2019 wurden sie von der Geschäftsleitung genehmigt und sind seit Januar 2020 Bestandteil aller Verträge für Vergabeprojekte und alle Mitarbeiter/innen von Fastenopfer verpflichten sich schriftlich zu deren Einhaltung.» - Also kurz vor dem Abstimmungskampf zur Unternehmensverantwortungsinitiative reinwaschen?? Da können schon Zweifel aufkommen. Für den Stimmbürger und für die vielen Spender ist es wichtig zu wissen, ob das, was vorgegeben wird, auch so zutrifft und das Geld am richtigen Ort eingesetzt wird. Zusätzlich erhalten viele NGOs Staatsbeiträge (das Fastenopfer mehr als 6 Mio.) und bezahlen keine Steuern. Da muss der Bürger, Spender und Staat sicher sein können, dass von den Geldern wenig verloren geht und viel am Ziel ankommt.

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