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Wohnbauförderung nicht verschlechtern - Leserbrief zur Initiative „Bezahlbares Wohnen für alle“

Die Volksinitiative „Zahlbares Wohnen für alle“ soll vor allem aus drei Gründen abgelehnt werden: der Staat soll nicht in das eingreifen, was gut funktioniert, er soll nicht Geld für zukünftige Ausgaben binden, von denen man nicht weiss, wofür sie konkret sind und als Drittes, „alle“ haben Wohnbauförderung nicht nötig!

Der Kanton und die Gemeinden sollen noch mehr in den sozialen Wohnungsbau eingreifen. Die Wohnbauförderung funktioniert im Kanton Luzern überdurchschnittlich gut. Insbesondere spielen die Wohnbaugenossenschaften eine sehr gute und wichtige Rolle. Das soll so bleiben. Die Initianten möchten, dass geeignete Grundstücke, von denen der Kanton fast keine hat, zu tragbaren Bedingungen (was auch immer das heisst!) an die Gemeinden abgegeben werden. Die Gemeinden sollen damit Wohnbauförderung betreiben. Das können die Genossenschaften besser. Zusätzlich soll ein Fond mit ca. 10 Mio. pro Jahr gebildet werden. Der Drang, solche Kässeli zu leeren, würde steigen. Dies hat oft zur Folge, dass solche Gelder auch wenig optimal und zielgerichtet ausgegeben werden. Dass der Staat in vielen Bereichen teurer arbeitet, wissen wir auch. Deshalb gehört dieser Initiative ein Nein.  

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